Interview mit Erik Welter: Soul Kitchen

Bildquelle: Erik Welter, Chefkoch bei Lemonpie Eventcatering. (Foto: Lemonpie)

Interview mit Erik Welter

Soul Kitchen

Sie sorgen für das Salz in der Suppe: Die Köche und Küchenchefs hinter den Kulissen der Caterer. In einer neuen Serie stellen wir Ihnen Catering-Köche vor. Den Anfang macht Erik Welter, Chefkoch bei Lemonpie Eventcatering.

Warum sind Sie Koch geworden?

Erik Welter: Meine Mutter hat mich schon als kleiner Junge mitkochen lassen, und so habe ich die Leidenschaft fürs Kochen sehr früh entwickelt. Mit 13 Jahren habe ich den Entschluss gefasst, Koch zu werden, und dieses Ziel habe ich konsequent verfolgt. Ich wollte nie etwas anderes machen.

Warum ausgerechnet Catering?

Welter: Als Koch habe ich 2000 bei Johannes Molderings in einem Café in Euskirchen begonnen. Aus dem Café heraus entstand zunächst ein kleiner Party-Service, der über die Jahre, insbesondere mit der Übernahme der Kantine im Deutschlandfunk im Jahr 2004, zu einem Catering-Unternehmen wurde. Und so bin ich als Koch ins Catering reingewachsen.

In welchem Restaurant würden Sie gerne einmal kochen?

Welter: In der fiktiven Küche aus dem Film Soul Kitchen, aber unbedingt mit der faszinierenden Musik.

Bitte ergänzen Sie den Satz: „Der Beruf des Kochs erfordert heute….

Welter: …die Leidenschaft, den Gast begeistern zu können.

Gibt es Köche, die Sie besonders inspirieren, und/oder haben Sie einen Lieblingskoch?

Welter: Besonders inspiriert werde ich immer in der Zusammenarbeit mit Heiko Antoniewicz, von dem ich schon unglaublich viel gelernt habe. Die Molekularküche, das Sous-vide-Garen und andere spannende neue Techniken sind eine große Bereicherung für mich.

Wie motivieren Sie sich täglich am Herd?

Welter: Mit dem Ziel, Dinge verbessern zu können.

Bitte ergänzen Sie den Satz: „Im Catering zu arbeiten heißt…

Welter: …flexibel zu sein, sich stets neuen Gegebenheiten anzupassen und weit im Voraus zu planen.

Was ist das beliebteste Gericht Ihrer Gäste?

Welter: Lemon Pie!

Welche Nahrungsmittel verarbeiten Sie am liebsten?

Welter: Die, die mit genauso viel Respekt und Leidenschaft produziert werden, wie ich sie verarbeite.

Haben Sie ein einfach nachzukochendes Lieblingsrezept?

Welter: Süßkartoffelsuppe mit Kokosmilch und gebratener Chorizo.

Bitte ergänzen Sie den Satz: „Wenn ich Freunde einlade, koche ich am liebsten…

Welter: …was Leckeres aus guten Grundprodukten. Und einfach muss es sein, damit alle mitkochen können!

Was essen Sie selbst am liebsten?

Welter: Am liebsten esse ich die von meiner Mutter gekochten dicken Bohnen mit Mettwurst.

Vita
  • 28.4.1971 geboren in Euskirchen
  • August 1987 Ausbildung zum Koch in einem Restaurant in Leichlingen
  • März 1990 Jung-Koch im Parkhotel in Bad Münstereifel
  • 1991 Sous-Chef
  • 1993 Übernahme der Küchenleitung
  • 1995–2000 Küchenchef Restaurant Residenz in Bad Neuenahr
  • Seit 2000 Küchenchef bei Lemonpie

 

Das schnelle Lieblingsrezept

Zutaten für acht Personen:

  • 300 g Süßkartoffeln
  • 100 g Karotten
  • 50 g Sellerie
  • 50 g Lauch (nur das weiße)
  • 50 g Zwiebelwürfel
  • 1/2 Chilischote
  • 1 l Geflügelfond oder Kalbsfond
  • 200 ml Kokosmilch
  • 100 g Chorizo

Zum Abschmecken:

  • Kashmir Curry
  • Goa Curry

Zubereitung:

Die Süßkartoffeln auf einem Salzbett mit Schale etwa 50 Minuten bei 180 Grad im Ofen garen. Zwiebelwürfel in Butterschmalz dünsten, danach Möhren, Sellerie, Lauch und Chili dazu geben und etwas mitdünsten. Mit dem Geflügel- oder Kalbsfond auffüllen und ca. 15 Minuten bei kleiner Hitze kochen. Die gepellten Süßkartoffeln dazu geben. Alles fein pürieren und ggf. durch ein Spitzsieb passieren. Mit Kokosmilch, Kashmir Curry und Goa Curry abschmecken, so dass eine leichte Schärfe erhalten bleibt. Mit gebratenen Chorizowürfeln anrichten.