Individuelle Kaffeekarte

Kaffeemaschinen Heiß&Kalt

Kalt, auf Knopfdruck oder per Hand gebrüht – die Möglichkeiten für eine individuelle Kaffeekarte sind groß.

„Ein Cappuccino und ein Latte Macchiato, bitte.“ Die Bestellung von italienischen Kaffeespezialitäten geht den Gästen heute leicht über die Lippen. Längst handelt es sich nicht mehr um trendige Lifestyle-Produkte, sondern um ein Muss auf der Kaffeekarte. Betrachtet man die Weiter- und Neuentwicklungen der Kaffeemaschinen-Hersteller, wird der Trend zu kaltem Milchschaum und kalten Kaffeespezialitäten deutlich. Franke Coffee Systems stellt aktuell beispielsweise eine neue Version der Spectra-Reihe vor, die mit dem CF-Milchsystem ausgerüstet ist, das zusätzlich die Zubereitung kalten Milchschaums ermöglicht. Auch Melitta hat in seinem neuen Vollautomaten „Cafina XT6“ ein neu entwickeltes Milchsystem für heiße und kalte Milch sowie individuelle Milchschaumvarianten integriert.

Melanie Nolte, Leiterin Vertriebsmarketing Kaffeemaschinen der WMF AG glaubt, dass sich in der kommenden Sommersaison die Iced Coffees, also Iced Latte, Iced Cappuccino und Iced Chocolate, weiter durchsetzen – je nach Geschmack mit Flavours ergänzt oder „pur“ genossen. „Hier kann der Gastronom auf einfachste Art und Weise sein Ganzjahressortiment saisonalisieren. Ein paar Eiswürfel im Glas genügen, und die intelligenten Milchsysteme, wie beispielsweise die des Premium-Vollautomaten WMF 8000S, produzieren leckere, kalte Kaffee-Milch-Getränke“, sagt Nolte. Auch Hansjürg Marti, Geschäftsführer der Schaerer Deutschland GmbH, sieht Kaltmilchschaum-Getränke weiter auf dem Vormarsch. „Der Einsatz von Frischmilch und Sirup bietet den Gastronomen enorme Gestaltungsspielräume.

‚Das’ Kaffee-Trend-Getränk wird es daher wohl nicht geben. Vielmehr kommt es darauf an, ein wenig zu experimentieren, meint Marti. Dann werde sich schnell zeigen, welche Kombination aus Kaffee, Milch, Kakao oder Sirup bei den Gästen ankomme. „Die größte Herausforderung besteht dann meistens darin, das entsprechende Getränk zu jedem Zeitpunkt in konsistenter Qualität auszugeben.“

In gefragten New Yorker Coffee-Bars wie Joe Coffee oder Blue Bottle Coffee nippten im vergangenen Sommer bereits viele trendbewusste Kaffeegenießer an einem ganz besonderen kalten Kaffeegetränk, nämlich einem cold-brewed Coffee – kalt gebrühtem Kaffee. Dabei zieht der gemahlene Kaffee bis zu 24 Stunden in kaltem Wasser und wird anschließend gefiltert. Ohne Maschine, reine Handarbeit. So entsteht ein Kaffeekonzentrat, das später mit Wasser oder Milch gemixt und mit Eiswürfeln serviert wird. „Grady’s Cold Brew“ bietet das trendige Sommergetränk jetzt sogar in Flaschen für zu Hause an – und das Geschäft läuft gut.

Das Konzentrat wird in Braunglas-Flaschen im Retrostil abgefüllt, die an Apothekenprodukte erinnern. Grady Laird, der Miteigentümer von Grady’s Cold Brew, ist vom Geschmack des kalt gebrühten Kaffees überzeugt: „Er ist weicher, ohne die Säure, die für heißen Kaffee typisch ist.“ Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbands im Hamburg betont, dass sich der Geschmack kalt gebrühten Kaffees deutlich vom gewohnten Kaffeegeschmack unterscheidet. „Ich kann mir aber vorstellen, dass kalt gebrühter Kaffee als Besonderheit in modernen Coffee-Shops bei uns ebenfalls Anhänger findet.“

Das Brühen per Hand ist auch beim heißen Kaffee wieder gefragt. Gerade die Hinwendung zu qualitativ hochwertigen Kaffees, ausgesuchten Kaffeesorten und konkreter Herkunftsbezeichnung verlangt auch von der Zubereitung Besonderes. Während in der Vergangenheit vorrangig kleine Röstereien Zubereitungen in der Aeropress, der French Press oder der Karlsbader Kanne zelebrierten, setzten jetzt auch die Großen auf das „Genussritual“. So präsentiert Jacobs für die Gastronomie mit „Tesoro“ einen Hochlandkaffee aus Peru mit genauer Herkunftsbezeichnung in Bioqualität. Dazu gibt es das passende Zubehör: eine French Press, die eine optimale Extraktion bei der Zubereitung garantiere, exklusive Jacobs-Gläser und ein Tablett mit Qualitätsgeschichten rund um das Produkt. Das soll das Gespräch mit den Gästen über Qualität und Geschmack in Gang bringen. Jacobs Tesoro ist als Caffè Crema, Espresso und Filterkaffee jeweils in der 1.000-Gramm-Packung zu haben.

Der Geschmack entscheidet

Neben den angesagten Trendprodukten bleibt frisch gebrühter Filterkaffee immer gefragt. Hier einige neue Maschinenmodelle: Franke Coffee Systems präsentiert für den deutschen Markt erstmals die Linie Coffee Brewers und hebt die einfache Bedienung der Filtermaschine mittels intuitivem Touchscreen-Display hervor. Durch den Einsatz mehrerer Thermobehälter können unterschiedliche Kaffeesorten zubereitet werden. Ein Display auf dem Thermobehälter zeigt den Füllstand und die Frische des Kaffees an. Coffee Brewers gibt es in zwei Modellreihen: Die BCB 200 eignet sich für das Brühen von 15 bis 20 Litern Kaffee pro Stunde, in der Twin-Ausführung können 30 bis 50 Liter bezogen werden. Die BCB 600 ist für 50 oder 80 Liter pro Stunde in der Twin-Version ausgelegt. Der dazugehörige Thermal-Dispenser mit 6 Litern Fassungsvermögen eignet sich für den Ausschank im Service- und SB-Bereich.

Auch WMF bietet zwei neue Filterkaffeemaschinen an: Die WMF105F hat eine Stundenleistung von bis zu 144 Tassen und ist prädestiniert für den kleinen bis mittleren Filterkaffeebedarf im Frühstückbetrieb oder für Veranstaltungen. Die Maschine kann auch als Beistellgerät zu einer Spezialitätenmaschine des Herstellers verwendet werden. Ihr Design ist darauf abgestimmt. Die WMF1200F ist mit Bohnenbehälter und Mahlwerk ausgestattet und setzt auf Geschwindigkeit: Ein halber Liter Kaffee wird in 65 Sekunden frisch gemahlen und gebrüht. Kaffeebecher oder Isolierkannen können so schnell befüllt werden. Die Maschine eignet sich als Versorgungsstation für große Meetings und Gesellschaften sowie den Frühstücksbetrieb.