Smartphone

Zahlen bitte!

BYOD – Bring your own device: Vor allem jüngere Servicekräfte setzen gern eigene Smartphones bei der Arbeit ein.

Unter dem Motto „Einfach Dein iPad als Kasse nutzen“ entwickelt die Berliner Orderbird AG umfassende neue Lösungen speziell für die Gastronomie. Die Basis bildet das iPad von Apple. Das darauf laufende innovative Kassensystem „Orderbird PoS“ ist einfach zu installieren, lässt sich dank der traditionell intuitiven Apple-Technologie leicht bedienen und macht laut Anbieter „Funkbonieren, Kassieren und Abrechnen auch für die kleine Gastronomie erschwinglich“. In der Praxis funktioniert das System so: Der Kellner nimmt die Bestellung des Gastes am Tisch auf und gibt sie auf dem Touch‧screen seines iPad ein. Per verschlüsseltem WLAN geht die Bestellung direkt an ausgewählte Bondrucker, die an unterschiedlichen Standorten positioniert sein können. Während der Kellner sich weiter um seine Gäste kümmert, beginnt der Koch oder der Barkeeper mit der Zubereitung. Die zur vollständigen Installation aller Funktionen erforderliche Hardware kommt direkt ein satzbereit, vorkonfiguriert und frei Haus von Orderbird.

Seit den ersten Installationen im Jahr 2011 hat sich viel getan. Der Funktionsumfang von Orderbird wurde ständig erweitert und deckt heute nicht allein die Bestell- und Kassenvorgänge ab, sondern stellt auch komplette Warenwirtschaftsfunktionen mit Anbindung an die Buchhaltung zur Verfügung. Gastronomen haben stationär oder mobil von jedem beliebigen Ort aus per Internetanbindung in Echtzeit Zugriff auf die Kassendaten in ihren Restaurants.

Die neueste Weiterentwicklung hat Orderbird soeben gemeinsam mit dem Payment-Anbieter PayPal vorgestellt: „Check-In“. Diese Lösung ermöglicht das bargeldlose Bezahlen per Smartphone. Im Rahmen des Pilotprojekts integrieren PayPal und Orderbird erstmals eine Mobile-Payment-Lösung in Cafés, Restaurants und Bars in Berlin. Nach diesem gemeinsamen Testlauf in der Gastronomie wird PayPal seine Bezahllösung auch in anderen Bereichen des stationären Handels wie Boutiquen, Supermärkten und Ladengeschäften anbieten.

Mit Check-In können Kunden ihre Rechnung statt mit Bargeld, EC- oder Kreditkarte auch über ihren bestehenden PayPal-Account bargeldlos bezahlen. Das Prinzip ist einfach: Über den Reiter „Läden“ in der PayPal-App sieht der Nutzer teilnehmende Cafés oder Einzelhändler. Sobald er über die PayPal-App in das ausgewählte Café oder Restaurant eincheckt, erscheinen sein Name und das persönliches Foto im Kassensystem des Gastronomen und der Gast kann mit seinem Smartphone bezahlen. Die Autorisierung erfolgt über Bildabgleich. Sobald der Gast sich gegenüber der Serviekraft mit dem Rechnungsbetrag einverstanden erklärt, löst diese den Zahlvorgang aus, indem sie auf das persönliche Foto des Gastes klickt. Der Gast erhält per Push-Nachricht die Information, dass er eine Zahlung mit PayPal getätigt hat und wie gewohnt einen E-Mail-Beleg über den Rechnungsbetrag. Alle Transaktionen können zudem in der App übersichtlich eingesehen werden.

„Es war noch nie so einfach, bargeldlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Mit Check-In können Dienstleister ihren Kunden und Gästen ein noch persönlicheres Einkaufserlebnis bieten und niemand muss mehr von Bargeld abhängig sein“, sagt Arnulf Keese, Geschäftsführer von PayPal Deutschland. Laut einer Umfrage von PayPal im Mai 2013 möchten neun von zehn Deutschen gerne mobil mit dem Smartphone zahlen und ihre Geldbörse zu Hause lassen. Kunden und Gäste sind also bereit für die bargeldlose Zukunft. Für die Gastronomie kommt hinzu: Die Restaurantmitarbeiter können ihre Gäste leichter identifizieren, namentlich begrüßen und die Bezahlung schneller abwickeln als durch den Gebrauch von Bargeld oder EC-Karten.

An dem von PayPal und Orderbird initiierten Pilotprojekt beteiligen sich insgesamt zehn Cafés und Restaurants rund um den Rosenthaler Platz in Berlin-Mitte. Jakob Schreyer, CEO der Orderbird AG: „Bisher scheitert die Verbraucherakzeptanz vom Mobile Payment im stationären Handel an der fehlenden Integration in die Kassensysteme am Point of Sale. Mit der neuen Entwicklung zeigen wir, wie einfach das Bezahlen mit PayPal Check-In sein kann – für Gastronomen und für Gäste. Ich persönlich bin überzeugt, je höher der Service und der Mehrwert für den Kunden sind, desto stärker wird Mobile Payment im Handel genutzt.“

Die Erfahrungen teilnehmender Gastronomen sind gut: „Uns bietet das neue System von PayPal und Orderbird zahlreiche praktische Vorteile: Wir haben viele internationale Gäste, die bevorzugt bargeldlos zahlen möchten und sehr aufgeschlossen gegenüber neuen Lösungen sind. Mit Check-In können wir unseren Kunden einem tollen Mehrwert bieten. Und das Beste: Keine Servicekraft muss mehr fürchten, beim Abrechnen den Überblick zu verlieren“, sagt Nils Reimann von „Maki/rolls to go“.

Die 2011 von Jakob Schreyer, Bastian Schmidtke und Patrick Brienen gegründete Orderbird AG wurde als Anbieter für iPad-Kassensystem in der Gastronomie bereits mehrfach ausgezeichnet. Derzeit sind 45 Mitarbeiter am Standort Berlin für das Unternehmen im Einsatz. Mit über 23.000 Downloads in Apples App-Store und über 1.600 Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz – Restaurants, Cafés, Bars, Clubs, Eisdielen und Biergärten – hat sich Orderbird PoS inzwischen als Kassensystemanwendung in der Gastronomiebranche fest etabliert.

Fotos: Orderbird, Geoff Teehan