Suppen: Suppen für Kinder Soooo Lecker!

Bildquelle: 20 % Prozent der allergischen Reaktionen bei Kindern kommen vom Schulessen. (Foto: Shutterstock)

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Suppen für Kinder Soooo Lecker!

Kleiner Auslöser, große Wirkung: Nahrungsmittel sindbei Kindern häufig Grund für Allergien. Die Kita- und Schulverpflegung braucht deshalb zuverlässige Lieferanten.

Kaum einem Gericht wird so viel psychologische Bedeutung beigemessen wie der Suppe. Sie symbolisiert Wärme, Behaglichkeit und Stärkung, schafft Gemeinschaft, familiäre Bindung und Geborgenheit. Schon die kleinsten Essensteilnehmer freuen sich über eine Suppe zum Mittagessen. Das beobachtet auch Jan Reimann, Geschäftsführer von Vitesca Menü in Wuppertal: „Suppe kommt bei Kindern immer gut an“, meint er, und fügt hinzu, „da muss nicht so viel gekaut werden.“ Der staatlich geprüfte Betriebswirt und Vater muss es wissen. Sein Catering-Unternehmen wird zu 95 Prozent von Kindergärten und Schulen in Anspruch genommen. Sein Kundenstamm geht längst über Wuppertal hinaus und reicht bis in Regionen von Hessen, Baden-Württemberg, Nordbayern und Niedersachsen.

Was ihm und vielen Gastronomen Sorge bereitet, ist die Umsetzung der am 13. Dezember 2014 in Kraft tretenden EU-Lebensmittelinformationsverordnung. Ab diesem Tag muss für Produkte, die zum sofortigen Verzehr aus Bäckerei, Metzgerei, Konditorei, Supermarkt-Frischtheke, Eisdiele, vom Caterer, Hotel, Imbiss oder Restaurant abgegeben werden, eine Allergeninformation vorliegen. Eigentlich eine gute Sache, weiß Jan Reimann, denn das Thema Allergien und Lebensmittelintoleranz treten bei den Anforderungen an seine Menüs immer stärker in den Vordergrund. Wie er die neue EU-Verordnung in seinem Unternehmen umsetzen wird, ist noch nicht spruchreif. Doch seine sieben Diplom-Oecotrophologen wissen mit der Herausforderung umzugehen.

Jedes dritte Kind leidet heute laut dem deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) an Allergien, Asthma und Neurodermitis, und die Tendenz steigt. Säuglinge und Kleinkinder reagieren vor allem auf Grundnahrungsmittel wie Milch, Ei oder Weizen und zunehmend auch auf Erdnüsse. Bei Jugendlichen und Erwachsenen sind dagegen meist Nüsse und bestimmte Obst- und Gemüsesorten die Auslöser für einen anaphylaktischen Schock. Laut EAACI (Europäische Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie) hat sich die Zahl der Kinder, die mit lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, in den letzten zehn Jahren versiebenfacht. 20 Prozent der allergischen Reaktionen bei Kindern sind auf Schulessen zurückzuführen, so die EAACI-Staistik.

Bei Vitesca Menü ist es selbstverständlich, Gerichte für Allergiker ohne Mehrkosten abzuändern. Aus Erfahrung weiß Jan Reimann, dass nicht alle Kinder und Jugendlichen mit Lebensmittelallergien und -intoleranzen die Speisen beim Caterer bestellen. „Viele Eltern geben ihren Kindern lieber Selbstgekochtes mit.“ Dabei können sie Vitesca Menü vertrauen. Mit Moguntia Food Service hat Jan Reimann einen zuverlässigen Lieferanten und verwendet Produkte der neuen CLS-Serie, um den Wünsche seiner Gäste nach allergenfreien Rezepturen nachkommen zu können. Mit dem „Fond zu Geflügel CLS“ erhält auch die allseits beliebte Hühnersuppe des Caterers ihren Unbedenklichkeitsstatus. Zudem konnte er mit der Mainzer Firma auch eigene Produkte entwickeln, die schmecken, einfach zu handhaben und standfest sind.

Auch andere Lebensmittelhersteller rüsten inzwischen ihre Sortimente von Bouillons, Fond und Cremesuppen auf allergenfreie Rezepturen um, damit für jeden Geschmack das Richtige dabei ist. Denn frisch zu kochen kann gerade bei kräftigen Brühen ein Problem darstellen, da Geschmacksträger wie Sellerie und Senferzeugnisse eben gerade nicht verwendet werden dürfen.

Die meisten Verbraucher - und Ratgeberseiten im Internet empfehlen Eltern von Kindern mit allergischen Symptomen, auf den Besuch eines Restaurants besser zu verzichten. Erklärt wird der Rat damit, dass die wenigsten Köche die Zusammenhänge zwischen Inhaltsstoffen und Reaktionen kennen würden. Dieses Manko wird bis 13. Dezember 2014 längst behoben sein, denn verschiedene Institutionen wie der Verband der Köche Deutschlands bieten zusammen mit Partnerorganisationen Seminare über die neue Lebensmittelinformationsverordnung an. Mit ein Zeichnungen und klaren Worten erklärt beispielsweise Hügli in einem YouTube-Video, was die zukünftige Deklarationspflicht für Gastronomen bedeutet und wie Produzenten der weißen Zunft helfen können.

Wie die Küchenchefs im kommenden Jahr Produkte oder Menüs deklarieren werden, bleibt sicherlich in den nächsten Monaten ein Top-Thema. Für die Geschmackserziehung von Kindern und Jugendlichen wäre es schön, wenn sie trotz Lebensmittelallergie Mahlzeiten außer Haus zu sich nehmen könnten. Es ist erwiesen, dass die meisten allergischen Reaktionen im Erwachsenenalter wieder verschwinden. Dann aber fehlt den jungen Erwachsenen die Erfahrung mit der Gastronomie. Ob dann eine dampfende Suppe große Wohlgefühle auslöst, wie es ihr nachgesagt wird, bleibt zu bezweifeln.

Die Deklarationspflicht kommt!

Ab dem ab dem 13. Dezember 2014 müssen diese 13 Lebensmittel und ein Zusatzstoff auch in der gastronomischen Branche aufgelistet werden. Glutenhaltige Getreide, Krebstiere und Krebstiererzeugnisse, Eier, Fische, Erdnüsse, Sojabohnen, Milch einschließlich Milchzucker Schalenfrüchte Sellerie, Senf, Sesamsamen, Schwefeldioxid, Lupinen (Lupinienmehl), Weichtiere. Nicht deklarartionspflichtig sind Zutaten, die schon in der Verkehrsbezeichnung genannt wurden (z. B. Erdnüsse in Erdnussbutter) Für Gewürz- und/oder Kräutermischungen gilt eine 2-Prozent- Regelung: Nur Inhaltsstoffe, die mehr als 2 Prozent Gewichtsanteil am Endprodukt haben müssen angegeben werden (Ausnahme: die deklarationspflichtigen Substanzen 1–14).