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Bei Heißgetränken ist der Gedanke an Kaffee und Tee naheliegend. Kakao wird hier oft unterschätzt, aber mit ihm lässt sich kreativ arbeiten und guter Umsatz erzielen. Und die Spannen stimmen auch.

Helmut Christof ist sich seiner Sache sicher: Wer Rohkakao mit etwas Chili und anderen Gewürzen trinke, der schaffe eine besondere Wirkung, „die tiefe Veränderungen im Leben bewirken kann“.

Allerdings: Voraussetzung ist ein schamanisches Medizinrad-Ritual. Nach eigener Darstellung ist für Christof das Wecken solcher besonderen Kräfte kein Problem. Regelmäßig richtet er in Leipzig Seminare unter der Überschrift „Kakao – Die Speise der Götter“ aus. Einst habe ihm ein Cherokee-Medizinmann die Augen für die im Kakao steckende Power und Spiritualität geöffnet, berichtet er den Teilnehmern. Caterer, die noch keinen Kontakt zu Cherokee-Medizinmännern und schamanischen Ritualen hatten oder den nicht wünschen, sollten sich womöglich trotzdem ein wenig von der Christof´schen Begeisterung mitreißen lassen. Denn die Leidenschaft für Kakao wird von immer mehr Menschen geteilt – und diese sind dem Kaba- und Kindesalter oft längst entwachsen.

Kakao wird zur Partydroge

Ein markanter Ausdruck dieser Entwicklung sind die „Kakao-Partys“, die seit einigen Jahren vor allem in dem Nachtleben internationaler Metropolen für Aufsehen sorgen. Bei besagten Partys tritt Kakao an die Stelle von Alkohol und üblicher Partydrogen. Er wird als dickflüssiges Getränk gereicht, in Form von Pillen zu sich genommen oder sogar – ähnlich wie Kokain – geschnupft. So genannte Lucid-Partys mit Kakao im Zentrum werden regelmäßig zum Beispiel in Berlin gefeiert. Ruby May ist Mitbegründerin der Party-Reihe und glaubt, dass der Erfolg dieser Events am besten mit dem Streben nach einem bewussten Lebensstil erklärt werden kann. Purer Kakao könne eine Flut von Endorphinen und euphorische Gefühle auslösen, aber im Gegensatz zu Alkohol oder Drogen verzerre er nicht die Realität. „Unsere Veranstaltungen haben also ein positives und gesundes Umfeld“, betont Ruby May.

Der Ursprung der Kakao-Partys geht der Legende nach auf den belgischen Chocolatier Dominique Persoone zurück. Der sollte angeblich im Auftrage der Ehefrauen der Rolling-Stones-Mitglieder Charly Watts und Ron Wood für eine Geburtstagsfeier eine gesunde und zugleich euphorisierende Droge entwickeln.

Am Ende der Bemühungen stand ein Kakao-Schnupf-Gerät, das man sich als eine Art Katapult aus Plexiglas vorstellen muss. Parallel dazu mischte Dominique Persoone – so heißt es – dunkles und ungeröstetes Kakaopulver mit Minze und Ingwer. Denn diese Gewürze öffnen die Atemwege und verstärken den Kakao-Genuss. Deutlich wird anhand dieses auf den ersten Blick kuriosen Party-Vergnügens: Geht es um Heißgetränke, lässt sich nicht nur mit Kaffee und auch nicht nur mit Tee Umsatz erzielen, sondern ebenfalls mit Kakao. Das gelingt am ehesten, wenn Kakao und Trinkschokoladen als Ausdruck von Genuss und Lebensfreude vermarktet werden. Eine Tasse Schokolade erscheint dann nicht einfach nur als Getränk, sondern als Mittel, um für kurze Zeit dem Alltag zu entfliehen und zur Ruhe zu kommen.

Nachhaltiger Kakao ist gefragt

Diese Wertigkeit wird dem historischen Rang von Kakao und Schokolade ohnehin gerechter.

So war die Kakaopflanze bei den Azteken seit dem 14. Jahrhundert heilig und wurde als Geschenk des Gottes Quetzalcoatl verehrt. Die Azteken hatten das Interesse an der Schokolade von den Mayas übernommen, denen die Methoden der Fermentation, Verbrennung und des Mahlens der Kakaobohnen zu verdanken sind. Kakaobäume wurden jedoch bereits 1750 v. Chr. von den Olmeken in der heutigen mexikanischen Bucht angepflanzt. Heutzutage wird ein echtes Geschmackserlebnis durch hochwertige Rohstoffe und eine ansprechende Präsentation abgerundet. Gerade die Frage der Rohstoffe und ihrer Herkunft liegt Catering-Kunden, Gastronomie-Besuchern und anderen Konsumenten am Herzen. Das bestätigt Stephan Nießner, Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). „Nachhaltigkeit war und ist auch 2017 ein zentrales Thema für die deutsche Süßwarenindustrie“, versichert er.

Unter anderem engagiert sich die Süßwarenindustrie in dem im Sommer 2015 gestarteten Projekt „Pro-Planteurs“. Es handelt sich um das erste gemeinsame Projekt des vom BDSI mitbegründeten „Forums Nachhaltiger Kakao“ mit der Regierung von Côte d´lvoire (Elfenbeinküste) in Westafrika. Ziel: „Bis 2020 soll 20.000 Kakao-produzierenden Familienbetrieben und ihren Kooperativen in den östlichen und südöstlichen Regionen des Landes eine bessere landwirtschaftliche Anbaupraxis vermittelt werden. Auf diese Weise werden ihre Ernteerträge und damit die Einkommen steigen.“

Was der BDSI vorhat, ist allerdings „sehr ambitioniert“, räumt Stephan Nießner ein. 2012 empfahl er seinen Mitgliedern, den Anteil nachhaltig erzeugten Kakaos in den in Deutschland verkauften Süßwaren bis zum Jahre 2025 auf 70 Prozent zu steigern. Immerhin: 2016 lag diese Quote bei 45 Prozent.

Einer der bekanntesten Heißgetränke-Experten, der „die Ideen und Kunstfertigkeiten der Kaffeekultur mit denen der Schokolade verschmelzen“ will, ist Peter Hernou, seines Zeichens dreifacher belgischer Meister und Weltmeister in „Latte Art“ sowie last but not least der erste Schokoladen-Barista der Welt.

Seine These: „Die Herkunft, das Fermentieren, das Trocknen in der Sonne, das Rösten der ganzen Bohne. Kaffee- und Kakao-Bohnen haben viel gemeinsam. Jedoch hat Schokolade, mehr als alles andere, die Kraft, Menschen anzuziehen.“ Mit diesen Aussagen stützt sich Hernou auf Marktforschungsergebnisse von Callebaut. Der weltweite Marktführer für Kakao und Schokoladenprodukte ermittelte 2015, dass sich 70 Prozent der Gäste über hochwertige Schokoladengetränke auf der Karte freuen, wenn sie sich nach einem anstrengenden Tag entspannen wollen. 50 Prozent der Befragten würden Softdrinks gegen hochwertige Schokoladengetränke tauschen.

Acht von zehn Gästen erwarten ein Schokoladengetränk aus echter hochwertiger Schokolade, nachdem über Jahrzehnte fast nur Kakaogetränke aus Kakaopulver angeboten wurden.

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7. Januar 2016
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